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Jahresbericht des Präsidenten anlässlich der GV vom 17.1.2025
Die letzte GeneralVersammlung fand am 31. August 2023 statt. Inzwischen ist viel gelaufen.
Im September 2023 konnte der neue Stall gebaut werden. Dank einem sehr fairen Angebot und einer speditiven Ausführung durch Jan Kindschi war das Gebäude in kurzer Zeit errichtet. Am 08. Oktober 2023 machten wir einen „Tag der offenen Tür“ um das neue Gebäude der Öffentlichkeit vorzustellen. In Zusammenarbeit mit dem Hotel „Seebüel“ welches ebenfalls Mitglied in unserem Verein ist, konnten wir die Besucher mit einem einfachen aber feinen Angebot an Speisen und Getränken überraschen.
Die Enten und Gänse fühlten sich nach kurzer Eingewöhnungszeit wohl im neuen Zuhause und wir konnten den provisorischen Stall wieder abtransportieren. Die Freude währte allerdings nicht sehr lange. Denn mit den ersten kalten Nächten ist die Wasserleitung eingefroren. Wir dürfen aus dem Totalpbachkanal Wasser entnehmen für die Becken, welche den Tieren im Winter zur Verfügung stehen. Das Wasser muss dauernd laufen und der Überlauf fliesst in den See ab. Die Wasserfassung wurde durch eine Sanitärinstallationsfirma unter der Brücke der Kantonsstrasse angebracht und das Wasser mit einer Kunststoffleitung zu den Wasserbecken geführt.
Es gab keine Möglichkeit diese lange Leitung wieder aufzutauen und so mussten die Enten und Gänse in ein improvisiertes Winterquartier umziehen. Nach der Rückkehr im Frühling 2024 stand den Tieren wieder der ganze Davosersee zur Verfügung. Leider überlebte die Pommernente den Winter nicht. Dafür gewährten wir einem Verwitweten Erpel einer Hausentenrasse Asyl. So besteht die Entenfamilie aktuell aus zwei Erpeln. Wir werden uns im Frühling um Ergänzung dieser Familie durch ein geeignetes Weibchen bemühen.
Anders ist die Lage bei den Diepholzergänsen. Unser Schwiegersohn, der die Gänse im erwähnten Winterquartier betreut hat, konnte einwandfrei feststellen, dass beide Gänse Eier legen. Somit war auch bei den Gänsen die Hoffnung auf Nachwuchs auf ein Minimum geschrumpft. So haben wir im Frühling einen reinrassigen Diepholzer- Ganter dazu gebracht. Aktuell sind die Gänse wieder am Eier legen. Die Hoffnung auf Nachwuchs aus Naturbrut ist bei diesen Temperaturen jedoch nicht sehr gross. Wir versuchen deshalb einen Teil der Eier im Brutapparat auszubrüten.
Zur Verbesserung der Wasserversorgung und um sicherzustellen, dass die Leitung nicht mehr einfriert, haben wir im September eine Tauchpumpe im Kanal installiert. Für diese Pumpe dürfen wir beim „Seebüel“ Strom beziehen. An dieser Stelle sei Daniel Rakeseder herzlich gedankt für seine unkomplizierte und zuvorkommende Art der Unterstützung unseres Vereins!
Nachdem wir in Eigenleistung auch die Wasserleitung im Gebäudeinneren verbessert haben, läuft das Wasser nun auch bei sehr tiefen Temperaturen einwandfrei und in ausreichender Menge. Dafür haben wir nun das Problem, dass der Abfluss bei sehr tiefen Aussentemperarturen zufrieren kann. Hier wird es noch Massnahmen brauchen.
Damit die Anlage gepflegt aussieht und die Abgrenzung zwischen Passanten und dem Bereich der Tiere den gestellten Anforderungen genügt, haben wir der Forstverwaltung der Gemeinde, unter der Leitung von André Kindschi den Auftrag erteilt einen massiven Holzzaun zu erstellen. Betreffend Kosten und Verrechnung des Aufwandes haben wir offensichtlich zu wenig klar miteinander gesprochen. So waren wir doch ziemlich perplex über die Höhe des Rechnungsbetrages. Dank guter Verhandlung und viel Goodwill seitens Gemeinde wurde uns nachträglich ein stattlicher Anteil der Rechnung erlassen. Wir erhalten viele positive Rückmeldungen für diese Art der Tierhaltung. Vereinzelte, teilweise auch massive Kritik wird wohl nie ganz zu verhindern sein, bei einer Anlage die bewusst so in der Öffentlichkeit steht. Anlässlich einer unangemeldeten Tierschutzkontrolle des Veterinäramtes Graubünden auf unserem Landwirtschaftsbetrieb, wurde auch diese Tierhaltung kontrolliert und ohne irgendwelche Beanstandungen für gut befunden. Für die Versorgung der Tiere mit frischem Grünfutter dürfen wir bei der Firma „Waser“ Früchte und Gemüse, Salatrüstabfälle holen.
Wie erwähnt, wird in unserem Verein viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und doch braucht es verständlicherweise auch immer Geld in der Kasse, resp. auf dem Konto. So soll der Holzzaun noch mit einem Gittergeflecht ergänzt werden. Der aktuelle Schafzaun ist in dieser Form nicht als dauerhafte Lösung geeignet. Auch ein Teil des Futters muss zugekauft werden.
Und um zu verhindern, dass der Wasserabfluss immer wieder einfriert, muss darüber nachgedacht werden, ob ein dauerhafter Stromanschluss nötig ist, um temporär zu heizen. Als kleiner Verein ohne regelmässige Einnahmen sind wir deshalb nebst den Mitgliederbeiträgen weiterhin auf Spenden und andere Zuwendungen angewiesen.
Martin Büchi, Präsident